Packliste Krankenhaus
Was du für einen stationären Aufenthalt im Rahmen trans-spezifischer Eingriffe einpacken solltest – allgemeine Checkliste plus spezifische Hinweise für trans Frauen und trans Männer.
Ein Krankenhausaufenthalt ist mit genug anderen Gedanken verbunden – eine fertige Packliste ist einer weniger. Hier findest du alles Wichtige auf einen Blick, allgemein und ergänzt um spezifische Hinweise für trans feminine und trans maskuline Eingriffe.
Du möchtest die Liste lieber zum Abhaken und um deinen eigenen Kram ergänzen? Die ganze Packliste gibt es als Vorlage zum Download (Word oder PDF) – mit Ankreuzkästchen und Platz für persönliche Ergänzungen.
Dokumente
- Krankenversicherungskarte (eGK)
- Personalausweis oder Reisepass (falls noch alter Name: Klinik vorab informieren)
- Einweisungsschein und OP-Termin-Bestätigung
- Kopie des GKV-Kostenübernahmebescheids
- Liste aller aktuellen Medikamente inkl. Dosierung
Kleidung
- Bequeme, weite Alltagskleidung (mind. 3–4 Wechsel je nach Aufenthaltsdauer)
- Pyjama / Nachtwäsche – lieber eine Größe größer, damit Verbände und Drainagen nicht stören
- Slip-on Schuhe oder Hausschuhe mit rutschfester Sohle
- Warme Socken
- Unterwäsche (mehrere Wechsel)
Körperpflege
- Zahnbürste und Zahnpasta
- Shampoo, Duschgel (Reisegröße reicht im Normalfall aus, variiert je nach Länge des Aufenthalts)
- Deo
- Haarbürste oder Kamm
- Lippenpflege – Narkose trocknet die Lippen aus
- Hautpflegecreme
- Rasierklinge oder Rasierer (falls gewünscht)
- Feuchttücher – praktisch in den ersten Tagen, wenn Duschen noch nicht möglich ist
Medikamente & Hilfsmittel
- Eigene Dauermedikamente in ausreichender Menge, idealerweise mit Beipackzettel
- Brille statt Kontaktlinsen – für die OP und die erste Zeit danach
- Hörgerät und Zubehör falls nötig
- Keine Schmerzmittel auf eigene Faust einnehmen – immer erst Rücksprache mit dem Pflegepersonal
Komfort & Unterhaltung
- Handy und Ladekabel (ggf. Mehrfachstecker, da Steckdosen knapp sein können)
- Kopfhörer – kabelgebunden für Stationen mit Funkverboten, sonst Bluetooth
- Buch, E-Reader oder Tablet
- Kleines Kissen von zu Hause (optional, aber Krankenhauskissen sind oft dünn)
- Leichte Snacks für nach dem Eingriff – Riegel, Salzgebäck; Rücksprache mit der Klinik wegen Kosteinschränkungen
- Etwas Bargeld für Automaten oder die Cafeteria
Spezifisch trans feminin
Relevant vor allem bei Vaginoplastik, Orchiektomie, Trachealrasur und Brustaufbau:
- Dilatatoren / Bougierbesteck – kläre vorab, ob die Klinik stellt oder du eigene mitbringen musst (gilt bei Vaginoplastik)
- Kompressionskleidung – falls von der Klinik vorgeschrieben, z. B. nach Brustaufbau
- Kosmetik (minimal) – wenn dir das fürs eigene Wohlbefinden wichtig ist; Nagellack muss für die OP entfernt werden, da er das Pulsoxymeter stört
- Perücke oder Haarpflege-Zubehör – falls du eine trägst
Spezifisch trans maskulin
Relevant vor allem bei Mastektomie / Top Surgery und Hysterektomie:
- Knopf- oder Reißverschluss-Oberteile – einfacher an- und auszuziehen, wenn Arme und Schultern noch eingeschränkt sind
- Stützweste / Kompressionshemd – viele Kliniken stellen das, aber frag vorher nach und hab eine eigene Reserve bereit
- Binder nicht direkt nach der OP tragen – erst warten, bis das OP-Team grünes Licht gibt
- Saugfähige Unterlagen / Wundversorgung – kläre mit der Klinik, was du selbst mitbringen musst
- Bequeme, weite Hosen – bei Hysterektomie für den Bauchbereich wichtig
Hinweise zum Klinikaufenthalt
- Name und Pronomen: Informiere das Pflegepersonal beim Erstkontakt über deinen gewünschten Namen und deine Pronomen. Du kannst das auch in der Patientenaufnahme notieren lassen – viele Kliniken sind inzwischen sensibilisiert, aber proaktive Kommunikation hilft.
- Deadname auf Dokumenten: Falls deine Dokumente noch einen alten Namen tragen, ist ein kurzes Vorbereitungsgespräch mit dem Sozialdienst oder der Aufnahme sinnvoll.
- Vertrauensperson: Wenn möglich, jemanden mitbringen oder als Ansprechperson hinterlegen – besonders für die ersten Stunden nach dem Eingriff.
Mehr zu einzelnen Eingriffen und der GKV-Kostenübernahme findest du im Artikel Chirurgische Eingriffe.